Tour #10: Goethes Italienische Reise München Verona
16 Tage, 16 Nächte
Deutsche Kaiser auf dem Weg nach Rom zur Krönung durch den Papst, Prinzessinnen, mit großem Gefolge unterwegs zu ihren noch unbekannten fürstlichen oder königlichen Gemahlen sie alle sind Teil der viertausendjährigen Geschichte des wohl berühmtesten Übergangs über die Alpen: des 1375 m hohen Brennerpasses.
Auch heute kann eine Reise über den Brenner zu einem unvergeßlichen Erlebnis werden: Steigen Sie ein, in unsere historische Postkutsche aus dem 19. Jahrhundert. Gezogen von 5 stämmigen Pferden, reisen Sie wie in der guten alten Zeit gemächlich durch verträumte Dörfer und vorbei an stolzen Burgen. Alte Poststationen und historische Gasthäuser erwarten Sie. Tiroler und oberitalienische Gastlichkeit, aufwendige Schlemmereien und edle Weine lassen die Reise zum Vergnügen werden. Folgen Sie der gleichen Route, die Johann Wolfgang von Goethe seine tiefsten Eindrücke und Inspirationen vermittelte, lassen Sie sich vom Genius des großen Dichters begleiten, und genießen Sie aus Ihrer comfortablen Kutsche den Blick auf die majestätische Bergwelt Bayerns und Tirols.
Selbstverständlich übernachten wir sooft wie möglich in den Gasthöfen, in denen auch Goethe einst Quartier nahm. Mittenwald, Innsbruck, der Brenner und Bozen sind die ersten markanten Ziele auf unserer Reise. Dann rollt die Kutsche vorsichtig die steilen Kehren des San Giovanni Passes hinunter in das bekannte Kurbad Torbole. Hier genoß Goethe das heilsame Klima und verweilte lange genug, um sein berühmtes Drama IPHIGENIE zu schreiben. Schließlich erblicken wir am Horizont Verona, die letzte Station unserer Reise in die Vergangenheit. Ein letztes Mal werden die Gepäckstücke abgeladen und die schnaubenden Pferde ausgespannt, noch einmal genießen Sie einen Abend lang die Wärme italienischer Gastfreundschaft. Dann schlägt die Stunde der Trennung und ein unvergeßliches Abenteuer liegt hinter Ihnen.
Leib und Seele kommen auf dieser Reise gleichermaßen zu ihrem recht. Genießen Sie die anheimelnde Gastlichkeit alter Dorfgasthäuser und Poststationen, schwelgen Sie in den typischen Spezialitäten des Landes. Erkunden Sie auf eigene Faust historische Städte und mittelalterliche Burgen und Klöster. Eile ist verpönt auf unserer Fahrt, und so bleibt Zeit genug, mit den Menschen am Wegrand zu sprechen, die Weinlagen an den Hängen kennenzulernen, auf dem Bock neben dem Postillion die Pferde zu beobachten, kurzum: so zu reisen, daß unsere Seele keine Mühe hat, dem Körper zu folgen.
Reiseplan:
Wir treffen uns in einem sehr guten Hotel in München oder südlich von München in der Nähe des Starnberger Sees. Hier sind Zimmer für Sie reserviert. Bei einem Begrüßungstrunk und einem festlichen Abendessen lernen Sie Ihre Mitreisenden und Ihren Postillion kennen und erfahren, was die nächsten Tage bringen werden.
Nach einem herzhaften Frühstück im Hotel besteigen Sie die Kutsche und rollen in den Süden. Am frühen Nachmittag halten wir vor einer Bauerwirtschaft zum Mittagessen. Abends erreichen wir einen Hof südlich von Bad Tölz, wo wir die Nacht verbringen.
Nach dem Frühstück fahren wir an der Isar entlang durch die Jachenau. Rechtzeitig zum Mittagessen ist Ankunft im Gasthof "Alte Post" in der Jachenau, dem Tal der Jäger, Holzfäller und Wilderer in Ganghofers Romanen. Danach geht es südlich am Walchensee vorbei über Wallgau und Krün nach Mittenwald. Übernachtung und Abendessen im Hotel "Post". Mittenwald ist berühmt für seine Geigenbauer und Holzschnitzer.
Nach dem Frühstück im Hotel gehts mit der Kutsche in die Berge. Die Grenze von Bayern nach Tirol wird bei Leutasch -Schanz überquert. Mittagessen im Café "Monika" in Leutasch. Anschließend rollen wir weiter über Buchen den Telfer Berg hinunter ins Inntal. Ein ziemlich aufregendes Stück unserer Reise. Am späten Abend ist Ankunft in Pettnau, in einer kleinen Pension; Abendessen gibts im Nahen imposanten Gasthaus "Oettl", einer der ältesten Poststionen in Tirol. Genießen Sie zum Abendessen die Spezialitäten Tirols und danach zünftige Unterhaltung durch die örtliche Blaskapelle.
Nach einem ausführlichen Frühstück ist gegen 10.00 Uhr Abfahrt. Am linken Ufer des Inn entlang führt uns der Weg über Zirl und Kranebitten nach Innsbruck, wo wir kurz vor Mittag eintreffen. Unsere Station ist, wie schon bei Goethe vor über 200 Jahren, das Hotel "Goldener Adler". Der Nachmittag steht zur freien Verfügung.
Frühstück im Hotel. Der Vormittag für eigene Unternehmungen. Um die Mittagszeit ist Abfahrt über die alte Brennerstraße Richtung Matrei. Für ein leichtes Mittagessen in der "Alten Post" in Schönberg ist gesorgt. Abends erreichen wir den kleinen Ort St. Jodok, in einem kurzen Seitental. Gasthof "Lamm" wird uns beherbergen.
Nach einem zeitigen Frühstück geht der Aufstieg zu alten Brennerpaß weiter. Die Grenzformalitäten, die nach vor wenigen Jahren jedes Mal einige Kopfschmerzen machten, sind vorbei. Über Gossensaß hinunter nach Sterzing; in der schönen alten Stadt, wo schon Goethe die schönen Wirtstöchter lobte, machen wir Halt für ein Mittagessen. Auf versteckten Wegen über Eltzenbaum und weitere stille Dörfer weitab vom Verkehr erreichen wir Mauls und seinen schönen Gasthof "Staffler". In diesem Romantikhotel genießen wir sehr gutes Essen und sehr gemütliche Zimmer; die Pferde stehen im Hof gegenüber.
Nicht zu früh verlassen wir das gastliche Mauls; an der wuchtigen Festung Franzensfeste, die letzte österreichische Grenze vor dem Ersten Weltkrieg zu Italien, vorbei erreichen wir Brixen; Goethe stieg hier im "Cavallino dOro", im "Goldenen Rößl" ab, heute nur noch eine kleine Wirtschaft. Wir machen Halt im historischen Gasthof "Elefant". Eine Fahrt durch die engen Gassen der Altstadt mit Hörnerklang führt uns zum Rathaus zu einem Empfang durch Vertreter der Stadt.
Nach dem Frühstück Abfahrt vom Hotel "Elefant" in Brixen, über Klausen mit seinen schmalen Gassen und unterhalb des Kloster Seeben hindurch. Ein kurzer Halt in Kolmann, das mit seinem Alten Zollhaus während Napoleons Zeiten die Grenze zwischen seiner "Cis-Alpinen Republik" und dem Habsburgischen Österreich bildete. Am frühen Nachmittag fahren wir hinunter nach Atzwang (Campodazzo), zu einem wunderschönen alten Postgasthof, wo wir die Nacht bleiben. In der gemütlichen Zirbenstube nehmen wir ein gutes Südtiroler
Wir verlassen das gastliche Atzwang, das Eisacktal wird enger, schließlich fahren wir nach Bozen hinein. Über den Obstmarkt und durch die Lauben geht es in die großen Obstgärten im Süden Bozens. Auf stillen, so genannten "Consortial"-Wegen fahren wir meist an der Etsch oder auf dem Etschdamm entlang über Pfatten, unterhalb Tramins hinauf nach Kurtatsch. Dort bleiben wir im Turmhotel "Schwarzadler" die Nacht, ein wunderbarer Blick geht vom Hotelfenster auf das ganze Etschtal hinüber nach Neumarkt und auf die gegenüberliegenden Höhen mit Mazzon und Montan. Der Abend gehört einem zünftigen Zusammensein in einem der alten Weinlokale im kleinen Dorf.
Genießen Sie in Ruhe Ihr Frühstück im Gasthof, bevor wir auf der alten Römerstraße entlang der Etsch durch Weinberge und Obstplantagen weiterfahren. Nach Magreid, vis-á-vis von Salurn, verlassen wir das deutschsprachige Südtirol und fahren in den "welschen" Teil hinein. Mittagessen in der Nähe von Mezzocorona, der ersten typisch italienischen Stadt auf unserer Reise. Dann rollt unsere Kutsche weiter auf der alten Römerstraße, eingezwängt zwischen den steil aufwachsenden Felsen und dem rechten Etschufer über Vecchio Zambana nach Trient. In der Nähe des Domplatzes steigen wir im Hotel "Accademia" ab.
Wir reisen weiter durch kleine Weindörfer in das mittelalterliche Städtchen Mori. In der Altstadt halten wir für ein gutes Mittagessen. Weiter geht es, am Lago di Loppio vorbei; dieser See ist ausgetrocknet, da er beim Bau eines Verbindungstunnels für Hochwasser zwischen Etsch und Gardasee entgegen allen Berechnungen angestochen wurde und dadurch auslief. Wir erreichen den San Giovannipaß und sehen vor uns schon den Gardasee. Hinunter die steile alte Poststraße zum See nach Torbole; am Haus, in dem Goethe seine "Iphigenie" geschrieben hatte, fahren wir vorbei und entlang der Uferstraße nach Malcesine, wo wir zu Abend essen und übernachten. Goethe wurde hier seinerzeit beinahe wegen Spionage verhaftet, da er die markante Scaligerburg abgezeichnet hatte.
Ein ganzer Tag, um auf eigene Faust auf Entdeckungsreise zu gehen: mit dem Boot hinüber nach Limone, zu Fuß auf die Höhen oberhalb Malcesines, Bummeln am Hafen und am See entlang.
Frühstück im Hotel bevor wir Malcesine verlassen und an der östlichen Seite des Sees weiterfahren. Besuch des Palastes von San Vigilio, dessen Besitzer, Conte Guarenti, immer sehr gastlich zu uns ist. Durch das Dorf Bardolini, Weinprobe in der Enotheka, einem ehemaligen Poststall. Nach dem Mittagessen geht die Fahrt zu der alten Festung von Peschiera, dort wo der Fluß Mincio den Gardasee verläßt. Hier nehmen wir für die Nacht Quartier; abends ein Bummel durch den kleinen Ort und ein besonderes Abendessen im Restaurant "Secolo".
Der letzte Tag unserer Postkutschenreise.Kurz nach dem Frühstück verlassen wir Peschiera in Richtung sommacampagna und Verona. Gegen Mittag erreichen wir Verona und rollen auf die Piazza Brá, vorbei an der römischen Arena in der Altstadt, zum Hotel "Accademia" oder "Montresor". Am Abend feiern wir unseren Abschied in einem guten Restaurant.
Hier geht unsere Fahrt "Goethes Italienische Reise" zu Ende.
In den meisten Jahren legen wir die Termine für diese Goethereise so, daß wir zur Eröffnung der großen italienischen Pferdemesse "Fiera Cavalli" in Verona eintreffen (meist Anfang November) und während der folgenden drei Tage aktiv an dieser Messe mit allen Veranstaltungen teilnehmen.
Im Preis inbegriffen: