Tour #9.2: Rundreise mit vierspänn. Jagdwagen durch dieToskana

Siena – Maremma – Siena

15 Tage, 14 Übernachtungen 

 

   1. –  7. Tag: siehe Tour #9.1, Reisebeschreibung Siena – Maremma
  1. Tag: Gegen 09.00 Uhr verlassen die Gespanne das Staatsgut Spergolaia in Alberese; durch die alten Schirmpinienalleen führt der Weg wieder unter der niedrigen Bahnunterführung und über die stark befahrene Aurelia zu den stillen Wegen und Straßen hoch über der Küste. Zunächst geht der Weg noch über Weiden und über grobe Kieswege; ein langes Stück folgen wir einer ruhigen, kleinen Teerstraße. Zum Mittag halten wir vor einer kleinen Taverne an der Straße (die Spezialität der Wirtin sind "fiocchi di neve" = Schneeflocken), Pasta und Wein gibt es in jedem Falle. Immer wieder fällt der Blick hinunter auf die See. Die Straße schmiegt sich eng und kurvenreich an die Vorgebirge. Endlich verlassen wir die Teerstraße und folgen einem rauhen Kiesweg, über ausgefahrene Rinnen geht es hinunter in ein verstecktes Tal: Vor uns erhebt sich ein riesiges mittealterliches Kastell aus dem Boden, erbaut irgendwann im 11. Jahrhundert, um die Handelswege zwischen Rom und Siena zu schützen (und die Kaufleute abzukassieren). Nachdem ein englisches Ehepaar sich diese Burg mit viel Liebe, Geschick, respektvoller Behutsamkeit und wohl auch noch mehr Kapitaleinsatz zu einer Traumresidenz erbaut hat (wir sind jedes Mal mindestens zwei Tage dort geblieben), ist es jetzt im Besitz der Weinbauern- und –händlerfamilie Biondi Santi aus Montalcino. Wir übernachten in nächster Nähe in Casa Nova, bei einer sehr gebildeten und freundlichen Familie.
  2. Tag: Morgens starten die Kutschen im Hof; auf stillen Naturwegen, hoch über dem Fluß Trasubbie, gelangen wir nach Polveraia, einem kleinen Dorf fast am Ende der Welt. Schließlich stehen wir vor dem breiten Fluß Trasubbie, den wir hier überqueren müssen. Auf dem drüberen Flußufer findet sich ein Platz fürs Picknick. Danach windet sich der Weg wieder hoch auf die Hügel und hinunter zum Fluß Ombrone, den wir je nach Wasserstand durch eine Furt oder über eine Brücke überqueren . Die Nacht verbringen wir im Privatgestüt Poggio Caiano.
  3. Tag: Nicht zu früh am Morgen verlassen wir Poggio Caiano. Eine Naturstraße führt uns ins befestigte Städtchen Paganico. Zum Mittag bleiben wir in einer kleinen Ortschaft Monte Antico. Danach überqueren wir wieder einmal den Ombrone und fahren danach durch die ausgedehnten Weinfelder des Schloß Poggio alle Mura: Wir sind im Brunello-Land, mit seinem berühmten Rotwein. Das Schloß gehörte der Familie Banfi; eine Theophila Banfi leitete den Haushalt Papst Pius XI. Heute ist das Schloß fast überrestauriert und von einem amerikanisch-italienische-japanischen Trust mit modernsten Management- und Vertriebsmethoden geführt. Die nächsten beiden Nächte verbringen wir in und bei der Burg Mont’Argiano bei einem gastlichen italienisch-englischem Paar.
  4. Tag: Eine Ruhetag auf der herrlichen Burg mit der so sorgfältig ausgewählten Möblierung, der großen Bibliothek, und nicht zuletzt, mit dem imponierenden Weinkeller.
  5. Tag: Auf einsamen Wegen durch schier endlose Weinfelder und durch dichte Wälder: wir passieren das Schloß Gioconda der edlen Familie derer von Freschobaldi; Picknick machen wir in der Nähe einer ehemaligen Abtei. Die Nacht verbringen wir in einem einsam gelegenen verlassenen Bauernhof, der zum Schloß Tancredi gehört. Dieses Mal ist die Unterkunft einfachst, wird aber durch das Abendessen wettgemacht, das uns eine Bäuerin aus dem benachbarten Dorf bereitet und das wir am offenen Feuer zu uns nehmen. Unter unseren Zimmern rumpeln die Pferde.
  6. Tag: Nach einem guten (für Italien so untypischen) Frühstück starten wir in den Morgen. Die Route führt uns weiter und weiter in dichte Wälder, hier und da ein verlassener Bauernhof, wir queren kleine Bäche auf schmalen Brücken, klettern steile, enge Wege hinan; und um Mittag herum treffen wir auf ein seit langer Zeit verlassenes, befestigtes Dorf, Vallerano: Der Dorfbrunnen gibt noch Wasser, so machen wir hier unsere Mittagspause. Später treffen wir auf die Ortschaft Casciano, folgen ein paar Kilometer der Straße, bevor wir wieder in die Stille abbiegen und schließlich auf einem kleinen Reiterhof, Via Maggio, landen. Hier verbringen wir die Nacht. In der Ferne ist bei guter Sicht schon die Zitadelle von Siena zu erblicken. Ein gutes Abendessen wird diesen Tag beschließen.
  7. Tag: Wir verlassen Via Maggio am Morgen, folgen der kurvenreichen Straße in Richtung Siena. Später auf ruhigen Naturwegen über San Rocco di Pilli zurück zum Reitstall von Siena. Wir bleiben die Nacht im Hotel "Castagneto", ein Abendessen im gemütlichen Ristorante in der Altstadt wird diese Reise beschließen.
  8. Tag: Die Rückreise erfolgt in eigener Regie.

 

Im Preis inbegriffen:

 

Maximum Teilnehmer: 12, Minimum Teilnehmer: 6

Durch Besitzerwechsel zweier Schlösser im Jahr 2000 und die Neu-Aufnahme einer Burg 2002 kommt es zu Änderungen des beschriebenen Reiseverlaufs kommen, sodaß bei Drucklegung die genaue Reisedauer noch nicht festgelegt werden kann.

Um keines der so attraktiven Schlösser und keine der Burgen auszulassen, kann eventuell bei begrenzt zur Verfügung stehender Zeit auch schon in Tancredi oder Viamaggio geendet werden. Endgültige Details werden bis März 2002 vorliegen. Bei einer Verlängerung der Reise erhöht sich der Reisepreis entsprechend.